So habe ich meinen US-Anwalt gefeuert

Podcast Auswandern USA

US-Immigration Lawyer gefeuert


You better call Saul – ehh better Bernhard

US-Lawyer wollte mich zurück nach Österreich senden nachdem ich mehr als 250.000,-- USD zum Auswandern in die USA investiert hatte. Wie ich darauf reagiert hatte, und meinen US-Anwalt gefeuert habe.

Eine der wohl verrücktesten Geschichten die ich selbst erlebt habe. Nachdem ich über ein Jahr in Amerika gearbeitet und gelebt habe und mit Sack und Pack mit meiner Familie in die USA ausgewandert bin, erhielt ich nach glatt einem Jahr einen riesiegen Rückschlag.

Die US-Anwältin meiner Firma war eine Niete und hätte mir beinahe eine Viertel Million Euro Schaden gekostet. Was habe ich mit dieser “Anwalt-Flasche” gemacht? Und wie kam es überhaupt zu dieser irren Situation?

Auswandern USA

 Meine METHODE zum AUSWANDERN in die USA 

So hatte der Wahnsinn begonnen

Alles hatte so gut begonnen. Ich bin mit meinen drei kleinen Kindern und mit meiner damaligen Frau (heute Ex-Frau… ja, ja, ja.. das harte Junggesellen Leben… lol;) ins wunderschöne North Carolina ausgewandert.

Dort angekommen habe ich uns ein kleines Häuschen am See gekauft / Lake Wylie. Unser Häuschen war keine riesige Villa, aber dennoch sehr nett und gemütlich – und vor allem war es mir möglich das Haus in Bar zu kaufen. Hier noch ein Snapshot von unserem Ersten Haus in den USA.

Nungut. Nachdem wir also mit Sack und Pack uns in unserem Häuschen niedergelassen hatten und ich brav und fleißig arbeiten gegangen bin, hat sich in der Zwichenzeit in der Firma eine dunkle schwarze Wolke zusammen gebraut.

Nicht weil ich meinen Job nicht gerne hatte. Nicht etwa weil mich die Kollegen nicht mochten. Nope. None of that. Sondern weil die Anwältin der Firma eine Niete war.

Long Story Short

Um die Geschichte auf den Punkt zu bringen. Da sind wir nun in die USA ausgewandert, hatten alle Bedingungen erfüllt, aber dann wollte mir die amerikanische Anwältin erklären, daß meine Ausbildung nicht reichen würde um für das nächste Visum einen Antrag zu stellen.

Sie meinte, ich müßte unbedingt einen College Abschluß haben. Und Sie wollte mich auf ein College senden. Sie meinte, Sie könne für mich ausschließlich einen Visum als Student beantragen, denn meine Qualifikationen würden nicht ausreichen.

Gefahr in Verzug

Nachdem ich über eine Viertel Million Euro investiert hatte und mir die Anwältin relativ gleichgültig das ins Gesicht hatte, wurde mir klar daß ich sofort handeln mußte.

Gesagt getan. Ich hatte Ihre Antwort nicht hingenommen, und erwiderte in den Diskussionen, daß ich den Anschein habe, daß Sie nicht weiß wovon Sie spricht. Die gute Dame wurde wirklich sauer. Aber mir war das ehrlich gesagt schnurz egal ob Sie sauer wurde oder nicht.

Denn mir ging es darum, daß ich mit meiner Familie in den USA leben wollte. Und nach all dem was wir erreicht hatten, würde ich das von der Anwältin garantiert nicht hinnehmen.

Nach etlichen Recherchen hatte ich schließlich drei weitere Anwälte angeheuert. Und zwar auf eigenen Kosten. Nach den ersten Gesprächen zeigte sich, daß eine US-Anwältin wußte wovon Sie sprach.

Sie meinte, daß die Beratung die ich hatte unzufriedend sei. Zudem auch falsch. Denn es gibt tatsächlich eine Möglichkeit für mich das sogenannten H1B Visum zu beantragen. Ohne daß ich als Student die Schulbank drücken mußte.

Die Wahl eines richtig guten Immigration Lawyer

Mir war klar, daß ich einen Anwalt benötigte, der mir dabei half diese Falsch-Information zu bereinigen. Und auch einen Antrag für das nächste Visum zu stellen.

Wie dem auch sei. Ich habe in Eigenregie meine Anwältin angeheuert. Und gleichzeitig wiederum neue Bewerbungen geschrieben, für den Fall, daß die jetzige Firma keinen Antrag auf ein Visum stellen würde.

Nicht weil die Mitarbeiter das verhindern wollten. Nein, sondern weil die Anwältin des Unternehmens die Behauptung hatte, daß Sie keinen Antrag für mich stellen könnten. Und das dies unter diesen Umständen auch rechtswidrig sei und das Unternehmen dieses Riskio nicht eingehen würde.

Und so kam es, daß ich von drei anderen Unternehmen drei weitere Job-Angebote eingeholt hatte. Ja, nachdem ich nun all die Mühe hatte und all meine Bewerbungen gemacht hatte und einen US-Job unterschrieben hatte… alles noch einmal vom Start beginnen.

Zurück zum Start – und noch einmal Bewerbungen schreiben

Gesagt getan. Nach nur 4 Wochen hatte ich bereits wieder drei andere Job-Angebote. Boom. Und dabei hatte ich alles mit meiner eigenen Anwältin abgeklärt.

Damit wurde ein neuer Antrag auf ein Visum gestellt. Kurzum habe ich das neue Visum erhalten. Und ein paar Tage später in einem Meeting jener Anwältin unter die Nase gehalten, die bis zu diesem Zeitpunkt allen Mitarbeitern versichert hatte, daß ich niemals dieses Visum erhalten könnte.

In meinem letzten Meeting in dieser Firma, hatte ich die Flaschen-Anwältin richtig blamiert. Niemand wußte daß ich bereits das neue Visum in der Tasche hatte. Und in dem Meeting, hatte ich laut und deutlich die gute Anwältin vor allen anderen Mitarbeitern gefragt, ob Sie sich vielleicht nicht doch geirrt hätte.

Oder man andere Anstrengungen oder Möglichkeiten in Erwägung ziehen hätte können um zu vermeiden, daß ich wieder mit meiner Familie nach Österreich zurück gehen muß.

Die Anwältin hatte bis zuletzt dagegen gehalten. Bis zu den letzten 5 Minuten des Showdowns. Dem Finale. In welchem ich Ihr Geschwafel und Gerede unterbrochen hatte. Und vor allen Mitarbeitern in der Runde eine feine Ansprache gehalten hatte.

Showdown – the downfall of my first lawyer

Ein kleines Plädoyer wenn man so möchte. Dieses Erlebnis war für die Nieten-Anwältin eine große Schlappe. Denn ein Lehrling aus Österreich zückte die Bestätigung meines neuen Visums, und präsentierte über 30 Kopien, ausgeteilt an jedem einezelnen der in diesem Meeting war.

Und auch die Anwältin hat eine Kopie davon erhalten.

Ladies & Gentlemen. Es war mir ein Volksfest.

Mit einem breiten Ginsen hatte ich der Flaschen-Anwältin ins Gesicht gelächelt. Nicht um sie bloß zu stellen, aber um ein für alle mal klar zu machen, daß Sie sich einen Dreck um meinen Fall gekümmert hatte. Und es Ihr völlig egal war was mit mir und mit meinr Familie passieren würde. Und unter welchen Umständen und Anstrengungen wir bereits in die USA gegangen sind.

Es ging sogar soweit daß die besten Kollegen ins Klatschen begannen. Und meinten, daß dies ein echter Skandal sei. Die Anwältin hatte dazu nichts gesagt. Ihr Gesicht erblaßte. Und nach einem kurzen Augenblick der Realisierung, verließ Sie sprachlos das Meeting.

Life’s a bitch – guess what…

Nachdem die gute Dame aus dem Besprechungszimmer war, fingen die Kollegen ins Lachen an. Sie klopften mir auf die Schulter und meinten: Dude, that was fucked up!

Ja. Macnhmal ist das Leben einfach genau so. Just fucked up. Meine Meinung die ich nachwievor bis heute vertete. Und ich immer wieder jeden sage.

Life’s a bitch and sometimes you’ll get fucked. So guess what. Fuck back harder!

Cheers